Hähnchen Mandi verbindet zartes Huhn mit lockerem Basmatireis und einer warmen Mischung aus Kardamom, Zimt, Nelken und Pfeffer. Zwiebel, Knoblauch und grüne Chilischoten geben dem Gericht Tiefe und eine angenehme Würze. Beim gemeinsamen Garen nimmt der Reis nach und nach die aromatische Brühe auf, während das Huhn obenauf fertig dämpft.
Die Zubereitung braucht etwas Zeit, ist aber gut in einzelne Schritte aufgeteilt: erst würzen und anbraten, dann das Huhn sanft garen und zum Schluss Reis und Fleisch zusammenziehen lassen. So entsteht ein kräftiges Hauptgericht, das du direkt aus dem Topf servieren kannst. Dazu passen Joghurt-Raita oder ein frischer Chutney, die einen kühlen Kontrast zu den Gewürzen setzen. Für eine milde Variante lässt du einfach eine Chilischote weg.
Mandi und seine Gewürzbrühe
Mandi ist ein bekanntes Reisgericht der jemenitischen Küche und wird auch in weiteren Ländern der Arabischen Halbinsel zubereitet. Typisch ist die Verbindung von gewürztem Reis und Fleisch, das beim Garen Aroma an die Brühe abgibt. Traditionelle Zubereitungsweisen nutzen einen geschlossenen Ofen oder eine Grube, in der das Fleisch langsam gart und rauchige Noten annehmen kann.
In einer heimischen Küche lässt sich das Prinzip im Topf umsetzen: Das Huhn köchelt zunächst in der Gewürzflüssigkeit, anschließend gart der Reis darin weiter. Dadurch bekommt der Reis Würze, ohne dass zusätzliche Gewürzmischungen nötig sind.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Portionen: 4
- Vorbereitung: 30 Min.
- Garzeit: 55 Min.
- Gesamtzeit: 1 Std. 25 Min.
- Schwierigkeit: Mittel
Zutaten für 4 Portionen
- 1 Stück Hähnchen, ganz, etwa 1,2 bis 1,5 kg, in Stücke geteilt
- 380 g Basmatireis
- 950 ml Wasser, bei Bedarf etwas mehr zum Auffüllen
- 1 Stück Zwiebel, groß, fein gehackt
- 4 Zehen Knoblauch, fein gehackt
- 2 Stück grüne Chilischoten, längs halbiert
- 1,5 TL Salz
- 45 ml Öl
- 1 EL Kurkuma
- 1 TL gemahlener Koriander
- 1 TL Kreuzkümmel
- 1,5 TL Kardamom
- 0,25 TL gemahlene Nelken
- 0,5 TL Zimt
- 1 TL schwarzer Pfeffer
- 2 Stück Lorbeerblätter
- 1 Bund frischer Koriander, gehackt, zum Garnieren

Zubereitung
- Hähnchen würzen: Vermische die Hähnchenstücke mit etwa einem Drittel des Salzes, der Kurkuma und einem kleinen Schuss Öl. Lass das Fleisch während der Vorbereitung kurz ziehen.
- Reis einweichen: Spüle den Basmatireis gründlich und weiche ihn 20 bis 30 Minuten in kaltem Wasser ein. Gieße ihn danach ab.
- Zwiebel anbraten: Erhitze das übrige Öl in einem großen, schweren Topf. Brate die Zwiebel bei mittlerer Hitze etwa 8 bis 10 Minuten, bis sie goldbraun ist, und rühre dann Knoblauch und Chilischoten 1 bis 2 Minuten mit.
- Gewürze rösten: Gib Kardamom, Nelken, Zimt, Pfeffer, Lorbeerblätter, Koriander und Kreuzkümmel dazu. Rühre etwa 30 Sekunden, bis die Gewürze deutlich duften.
- Huhn köcheln: Lege das Huhn in den Topf und bräune die Stücke rundherum leicht an. Gieße so viel Wasser an, dass das Fleisch fast bedeckt ist, würze mit dem restlichen Salz und lass es zugedeckt 20 bis 25 Minuten sanft köcheln.
- Reis zur Brühe geben: Nimm die Hähnchenstücke aus dem Topf. Miss die Brühe ab und gib den abgetropften Reis hinein. Verwende so viel Brühe, dass der Reis knapp bedeckt ist; ergänze bei Bedarf mit Wasser.
- Reis garen: Bring die Flüssigkeit zum Kochen, setze den Deckel auf und gare den Reis bei niedriger Hitze etwa 12 bis 15 Minuten. Er soll fast weich sein und den größten Teil der Flüssigkeit aufgenommen haben.
- Huhn dämpfen: Setze das Huhn auf den Reis und verschließe den Topf wieder. Lass alles bei sehr niedriger Hitze weitere 10 bis 15 Minuten dämpfen, bis das Fleisch vollständig gar und der Reis locker ist.
- Koriander garnieren: Streue den gehackten Koriander darüber und serviere das Hähnchen Mandi heiß. Dazu passen Raita oder Chutney.
Nährwerte pro Portion
- Kalorien: ca. 960 kcal
- Eiweiß: 53 g
- Kohlenhydrate: 80 g
- davon Zucker: 2 g
- Fett: 47 g
- Ballaststoffe: 2,3 g
Geschätzt aus den Zutaten. Je nach Produkt und Portionsgröße weichen die Werte ab.
Tipps
- Spüle den Reis so lange, bis das Wasser fast klar bleibt. Das entfernt überschüssige Stärke und hilft dabei, die Körner locker zu halten.
- Reste kannst du abgedeckt bis zu 2 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Erwärme sie mit einem kleinen Schuss Wasser, damit der Reis nicht austrocknet.
- Für weniger Schärfe entfernst du die Kerne aus den Chilischoten oder verwendest nur eine. Raita bringt zusätzlich einen milden, frischen Ausgleich.
Häufige Fragen
Kann ich das Hähnchen Mandi vorbereiten?
Du kannst das Huhn einige Stunden vorher würzen und abgedeckt im Kühlschrank lagern. Den Reis weichst du am besten erst kurz vor dem Kochen ein.
Wie bewahre ich Reste am besten auf?
Fülle Reis und Huhn nach dem Abkühlen in einen dicht schließenden Behälter und stelle ihn in den Kühlschrank. Verbrauche die Reste innerhalb von 2 Tagen.
Kann ich statt Basmatireis eine andere Reissorte nehmen?
Langkornreis eignet sich als Ersatz, kann aber eine andere Flüssigkeitsmenge und Garzeit brauchen. Orientiere dich an den Angaben auf der Packung und prüfe den Reis gegen Ende regelmäßig.
Woran erkenne ich, dass das Huhn gar ist?
Das Fleisch sollte sich leicht vom Knochen lösen und innen nicht mehr rosa sein. Mit einem Küchenthermometer gemessen sollte die dickste Stelle mindestens 74 °C erreichen.






